Was könnte TH (rein hypothetisch) noch retten?

Politik und Wirtschaft in Thailand
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#261 Re: Was könnte TH (rein hypothetisch) noch retten?

Beitragvon plaaloma » Mi 12. Feb 2014, 10:00

Jugendliche sollen Valentinstag im Tempel verbringen
...
Der Vize-Präsident des Gesundheitsamtes, Dr. Ponthep Siriwanarangsan, erinnerte daran, dass die Rate der Teenager-Schwangerschaften in Thailand ungewöhnlich hoch ist: Durchschnittlich sind 58,8 Mütter bei 1000 Geburten zwischen 14 und 19 Jahre alt. http://www.wochenblitz.com/nachrichten/bangkok/48441-jugendliche-sollen-valentinstag-im-tempel-verbringen.html#contenttxt

Ich hatte im letzten Jahr auf 50-60.000 getippt.
Nur zu den etwa 59.000 14-19 jaehrigen kommen ja noch die "unter 14-jaehrigen" dazu. Wenn da schon 3725 abgetrieben haben, haben ja auch viele noch das Kind ausgetragen. Geschaetzt 5-6000 ?!!

Und neben den 59.000 Geburten (Muetter 14-19) gab es ja bestimmt auch "einige" Abtreibungen in dieser Altersklasse!? Rein rechnerisch muessten das etwa 30.000 Faelle sein.
Somit waere man nicht weit weg von 100.000 Schwangerschaften.
Wenn das ueberwiegend auf den 14. Februar zurueckzufuehren ist, dann sollten auf Ende November etwa 45.000 Geburten durch nicht volljaehrige Muetter sein. Das sollte man ja durch Statistiken, erkennen koennen.
Wenn dem nicht so ist, sollte man wirklich mal ernsthaft ueberlegen, was das sonst noch fuer Gruende haben koennte.

Ich befuerchte, Missbrauch* koennte da eine grosse Konkurrenz fuer den Valentinstag sein. :sauer:
(siehe auch hier: http://www.nittaya.at/viewtopic.php?f=31&t=1823#p70264)

Ponthep gab als Gründe „moderne Kultur“ und den Einfluss der Medien an, aber auch mangelnden oder gar keinen Sexualkundeunterricht in Schulen.

Natuerlich wuerde Aufklaerung etwas bringen, .... es gibt viel zu tun, fangen wir es an.
Natuerlich gehoert da auch Moral und Ethik dazu, ... aber auch ueber Kultur und Urinstikte (hormonelle Einfluesse)...

Die Herkunft der jungen Muetter koennte ubrigens auch sehr aufschlussreich sein.


*mit DNA untersuchungen kann man so etwas feststellen. Wenn man das wie bei einer Umfrage bei 20-50 der unter 14 jaehrigen und den Babys macht, hat man schon einen Anhalt

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#262 Re: Was könnte TH (rein hypothetisch) noch retten?

Beitragvon plaaloma » Fr 28. Feb 2014, 05:29

Das ist schon mal ein Schritt in die Richtige Richtung:
Baring it all

Es muss nur alles -entsprechend abgestuft- weiter nach "vorne" gezogen werden.

Die Kinder muessen bereits im Kindergartenalter lernen, dass auch boese Menschen gibt und wie sie sich wehren koennen.

Dann sollte der Part , wie Kinder ins Leben gerufen werden und wie man das verhindern kann -auch Krankheiten- mit etwa 14 Jahren abgeschlossen sein.

Irgendwie sollte auch darauf eingegangen werden, was sich bei den Jugendlichen (und auch bei den Erwachsenen) abspielt, wenn sie von Hormonen "gesteuert" werden. Es darf aber auch auf keinen Fall so sein, dass sie dieser "Steuerung" freien Lauf lassen.
Ziel der Gesellschaft ist es , Kinder in einer Ehe im Schutz der Gemeinschaft gross zu ziehen.
Was aber nicht grundsaetzlich vorehelischen Verkehr ausschliesst, ihn aber auch nicht "zwingend" vorschreibt.

Schrecklich finde ich diesen "Gruppenzwang" an Valentine , der sich scheinbar hier in TH mehr und mehr durchsetzt.

Das ist eine rein persoenliche Entscheidung ob und ab wann man Sex haben will.
Wichtig ist aber auch, man weiss, was sich beim anderen Geschlecht "abspielt" und was man selbst, ungewollt/unbewusst "ausloesen" und was zu vermeidbaren Missverstaendnissen fuehren koennte.

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#263 Re: Was könnte TH (rein hypothetisch) noch retten?

Beitragvon plaaloma » Fr 28. Feb 2014, 16:03

:jubel
Ein kleiner Schritt fuer die Verwaltung, .....
Internet booking for passport seekers

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.... ein grosser Schritt fuer Thailand! :zustimm:

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#264 Frauen-Gleichberechtigung/Rechte

Beitragvon plaaloma » So 2. Mär 2014, 04:08

Kamnan Thep's grosser Erfolg ist fuer jeden offensichtlich auf den sehr grossen Anteil zurueckzufuehren.

Wenn er diese Unterstuetzung langfristig nicht verlieren will, sollte er sich auch fuer ihre Wuensche/Beduerfnisse einsetzen.

Ein grosser Schritt in Richtung Gleichberechtigung, waere die Abschaffung des Brautgeldes (Sin Sod).

In dieser sittenwidrigen Form wie in Thailand gibt es das eigentlich nur noch in Entwicklungslaendern.

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#265 Re: Frauen-Gleichberechtigung/Rechte

Beitragvon bukeo » So 2. Mär 2014, 04:29

plaaloma hat geschrieben:Ein grosser Schritt in Richtung Gleichberechtigung, waere die Abschaffung des Brautgeldes (Sin Sod).


es gibt eigentlich kein gesetzliches Brautgeld, daher kann auch nichts dahingehend abgeschafft werden. Wie soll man den Tradition abschaffen?
Brautgeld wurde bei Farangs lediglich missbraucht und tw. unverschämt in die Höhe getrieben. Brautgeld wird in Thailand solange Bestand haben, bis eine vernünftige Rente
fĂĽr alle Thais eingerichtet wird.

Viele Farangs mit Thaifrau geben nun kein Brautgeld mehr, sondern sichern monatliche Unterstützung zu. Keine Thai wird ihre Mutter zum Verhungern zurücklassen und geht mit ihrem Farang nach Deutschland. Da viele Frau ihre Mutter zuhause versorgen, muss hier nach Auszug eine Lösung geschaffen werden. Entweder Brautgeld und die Mutter lebt dann davon oder eben noch besser - monatlichen einen Betrag, mit dem die Mutter (nicht Geschwister u.a.) vernünftig leben kann. Meine Schwägerin aus Augsburg schickt der Mutter monatlich 100 EUR - damit kann diese gut leben.
Besuche auch unseren Blog: http://www.schoenes-thailand.at und unter Twitter auf @schoenesthailan

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#266 Re: Frauen-Gleichberechtigung/Rechte

Beitragvon plaaloma » So 2. Mär 2014, 06:15

bukeo hat geschrieben:
plaaloma hat geschrieben:Ein grosser Schritt in Richtung Gleichberechtigung, waere die Abschaffung des Brautgeldes (Sin Sod).


es gibt eigentlich kein gesetzliches Brautgeld, daher kann auch nichts dahingehend abgeschafft werden. Wie soll man den Tradition abschaffen?
Brautgeld wurde bei Farangs lediglich missbraucht und tw. unverschämt in die Höhe getrieben. Brautgeld wird in Thailand solange Bestand haben, bis eine vernünftige Rente
fĂĽr alle Thais eingerichtet wird.
:?
Wessen Rente? Die von der Braut oder die von der Mutter?
Traditionen schafft man im Allgemeinen mit Gesetzen ab oder aendert sie. Genau dafuer sind Gesetze zu einem grossen Teil da.
In Deutschland ist die Erhebung eines Brautgeldes wegen der Freiheit der EheschlieĂźung sittenwidrig http://de.wikipedia.org/wiki/Brautpreis


Tradition in Thailand ist, dass die Soehne fuer den Unterhalt der Eltern aufkommen. Dafuer erben sie auch alles. ;-)
Nach der Tradition "geht die Frau bei der Heirat zur Familie des Mannes". Der Mann versorgt seine Eltern und seine Familie. Wenn er dann (!) noch genuegend Geld hat, wird es seiner Grosszuegigkeit hoch angerechnet, wenn er der Familie der Frau auch etwas zukommen laesst.
Als unsere beiden Kinder geboren wurden hatte keiner von der Familie Zeit (die mussten alle geldverdienen), ich habe zwei Krankenschwestern bezahlt, die sich im Schichtdienst um meien Frau und das Kind gekuemmert haben.
Wenn ich Transportbedarf habe, beauftrage ich ein Unternehmen. Fuer Hausaufgaben-/Nach-Hilfe bezahle ich Lehrkraefte, ....
Das kostet mich alles viel Geld, das dann weg war.

In TH gilt da auch die Regel , eine Hand waescht die andere, zumindest bei Thais.


bukeo hat geschrieben:Viele Farangs mit Thaifrau geben nun kein Brautgeld mehr, sondern sichern monatliche Unterstützung zu. Keine Thai wird ihre Mutter zum Verhungern zurücklassen und geht mit ihrem Farang nach Deutschland. Da viele Frau ihre Mutter zuhause versorgen, muss hier nach Auszug eine Lösung geschaffen werden. Entweder Brautgeld und die Mutter lebt dann davon oder eben noch besser - monatlichen einen Betrag, mit dem die Mutter (nicht Geschwister u.a.) vernünftig leben kann. Meine Schwägerin aus Augsburg schickt der Mutter monatlich 100 EUR - damit kann diese gut leben.

:? Grundsaetzlich sollte man doch davon ausgehen, jeder sorgt fuer seinen eigenen Unterhalt, ... auch eine Mutter, ... ausser sie ist zu alt zum Arbeiten.
Dann waeren wir aber wieder bei der Rente (s.o.) (Was anderes ist natuerlich beim Unterhalt fuer die Kinder)
Insgesamt bleibt in der Regel die Frage, wo ist der unterhaltspflichtige Ehemann und die Soehne. Wenn es die nicht (mehr) gibt, sollte es Familien-Vermoegen (meist Land) geben. Traditionell erben das der/die Soehne. Wenn es die nicht gibt, dann die Person, die den Aters/Pflegeunterhalt uebernimmt.
Diese Tradition steht im Widerspruch zum thailaendischen Gesetz, da Falang kein Land besitzen darf. Wahrscheinlich hat es sich schon laengst einer unter den Nagelgerissen, ohne seiner Unterhaltspflicht nachzukommen. :sauer:

Bei Falang-Hochzeiten ist das meiner Ansicht nach bei >90 % der Frauen nicht die Erstheirat. Bei dieser ersten Heirat wurden dann aber alle sonstgen "Ansprueche" bereits abgegolten .
Wer bei Recht mitreden will , ist gut beraten sich auch mit Geschichte und Tradition zu beschaftigen.
Als zB in D die Unterhaltspflicht fuer alle Kinder festgelegt wurde, wurde gleichzeitig auch ein Pflichterbteil aber auch das "Enterben wegen Undankbarkeit" eingefuehrt.
Damit so etwas in TH dann auch rund wird, muesste auch Landbesitz fuer Falangs moeglich sein (so wie es fuer die Thais in den meisten Laendern moeglich ist)

All das (s.o.) wuerde im erheblichen Umfang zur Gleichberechtigung der Frau in der Thai-Gesellschaft beitragen. (Zu der des Falangs auch :-P )

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#267 Re: Frauen-Gleichberechtigung/Rechte

Beitragvon bukeo » So 2. Mär 2014, 08:33

plaaloma hat geschrieben:Wessen Rente? Die von der Braut oder die von der Mutter?


Mutter - momentan wohl um die 700 Baht, ist aber zu niedrig, um leben zu können.

Traditionen schafft man im Allgemeinen mit Gesetzen ab oder aendert sie. Genau dafuer sind Gesetze zu einem grossen Teil da.


wie willst du den per Gesetz ein Brautgeld abschaffen? Das kann per Gesetz verboten werden oder nicht, interessiert hier sicher keinen, die machen das dann halt nicht mehr öffentlich, sondern das würde dann zuhause innerhalb der Familie abgewickelt. Aber da kommt kein Verbotsgesetz, mit Sicherheit nicht.


In Deutschland ist die Erhebung eines Brautgeldes wegen der Freiheit der EheschlieĂźung sittenwidrig


wird trotzdem gemacht. Nur in Deutschland bei den Reichen, läuft das anders.

Tradition in Thailand ist, dass die Soehne fuer den Unterhalt der Eltern aufkommen. Dafuer erben sie auch alles. ;-)


wenn sie es können - hier kann es keiner. Heiratet die Tochter einen reichen Thai und verlässt die armen Eltern, sorgt sie dafür, das entw. Brautgeld gezahlt wird, oder
eben monatliche Unterstützung. So gut wie keine Thai, lässt ihre Eltern verhungern. Nicht mal Gogogirls - die schicken regelmässig Gelder zu den Eltern, meist Isaan.

Nach der Tradition "geht die Frau bei der Heirat zur Familie des Mannes". Der Mann versorgt seine Eltern und seine Familie. Wenn er dann (!) noch genuegend Geld hat, wird es seiner Grosszuegigkeit hoch angerechnet, wenn er der Familie der Frau auch etwas zukommen laesst.


natürlich, die Schwägerin meiner Frau (vom kleinsten Bruder und unser ehem. Hausmädchen/Shan) ist auch zum Schwager gezogen. Der Schwager hilft seiner Schwiegerfamilie nicht, sondern steckt sein Geld natürlich in seine Familie, Mutter und Kind. Sie macht das nun so, das sie Gelegenheitsjobs animmt, Reispflanzen, vor Kind, Hausmädchen bei uns - und das Geld schickt sie ihren Eltern, so um die 2000 Baht pro Monat. Ihre Schwester ebenso, somit haben die dann 4000 Baht im Monat und kommen auch über die Runden.

:? Grundsaetzlich sollte man doch davon ausgehen, jeder sorgt fuer seinen eigenen Unterhalt, ... auch eine Mutter, ... ausser sie ist zu alt zum Arbeiten.


natürlich, kommt nur darauf an, ob sie entweder nicht zu alt ist - oder in einer Gegend wohnt, wo ein regelmässiges Einkommen nicht zu erhalten ist. Meine Schwiegermutter ist über 80 und kann sicher nicht mehr arbeiten.

Insgesamt bleibt in der Regel die Frage, wo ist der unterhaltspflichtige Ehemann und die Soehne. Wenn es die nicht (mehr) gibt, sollte es Familien-Vermoegen (meist Land) geben. Traditionell erben das der/die Soehne. Wenn es die nicht gibt, dann die Person, die den Aters/Pflegeunterhalt uebernimmt.


Mann kann tot sein, wie bei uns - oder er hat sich verflĂĽchtigt. Ehegattenunterhalt gibt es hier am Lande so gut wie nicht. Auch keine gerichtlichen Scheidungen.

Bei Falang-Hochzeiten ist das meiner Ansicht nach bei >90 % der Frauen nicht die Erstheirat. Bei dieser ersten Heirat wurden dann aber alle sonstgen "Ansprueche" bereits abgegolten .


welche AnsprĂĽche? Sinsod?
Nein, läuft so nicht. Der Mann zahlt nach Scheidung sicher nicht für seine Ex-Schwiegermutter, nicht mal wenn er es könnte. Da ist der neue Farang-Mann dann gefragt.
Wir haben es so gemacht. Meine Frau hatte schon tw. Baumaterial für den Hausbau (vorher Bambushütte) gekauft, ich habe es dann vor der Hochzeit fertiggebaut. Ist ein kleines Häuschen, hat damals 10.000 Baht gekostet, es fertigzustellen. Danach haben wir 2-3x pro jahr um die 300 EUR geschickt - also ca 1000 EUR pro Jahr. Das dann 2-3 Jahre lang. Dann hat die kleine Schwester geheiratet und nun schickt sie monatlich 100 EUR. Wir helfen nun nur mehr in Notfällen, wenn die Schwiegermutter ist Krankenhaus muss oder wenn beim Haus was kaputt ist. Ich mach das freiwillig - meine Frau ist da geiziger als ich. Aber solange die Mutter lebt, helf ich etwas mit.
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#268 Re: Was könnte TH (rein hypothetisch) noch retten?

Beitragvon plaaloma » So 2. Mär 2014, 14:42

So langsam "laeuft man sich warm"...
:zustimm:
weiter so, nur nicht nachlassen.

Waere aber auch wichtig, dass Thai-Zeitungen das aufgreifen und auch denen reueber gebracht wird , die keine Zeitung lesen.

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#269 Re: Frauen-Gleichberechtigung/Rechte

Beitragvon plaaloma » Mo 3. Mär 2014, 03:40

bukeo hat geschrieben:
plaaloma hat geschrieben:Wessen Rente? Die von der Braut oder die von der Mutter?


Mutter - momentan wohl um die 700 Baht, ist aber zu niedrig, um leben zu können.

:roll: Einmal heisst es im SinSod ist auch ein Teil fuer den Unterhalt/Altersversorgung der Braut. Das Gold zum Beispiel. Da die Mutter ja verheiratet war , bekam sie ja auch Gold!? Wo ist das hin? Von der Sache her (mit dem Gold) ist es nicht so gedacht (!Tradition!!), dass nach dem Tod der Mutter die Erben sich um 5 Goldketten streiten, Nein, die sollen natuerlich aufgebraucht werden. Es hat absolut nichts mit Tradition zu tun, wenn die Mutter die lieber um den Hals traegt um ihre Feundinnen eifersuechtig zu machen.
Es geht hier um die Allgemeinheit, nicht um irgendwelche Einzelfaelle.
Das Gold der Mutter ist nur oft nicht mehr da. Es wurde fuer die Schulden der Soehne benutzt, es wurde vom (Ex-)Ehemann versoffen, ..... Nun, genau das spricht auch dafuer, dass man diese Tradition abschafft und eine sichere Altersversorgung bereitstellt.

Was ist denn mit dem Vater? Traditionell ist dessen Altersversorgung das Familien Vermoegen, das Land, das Landrecht, was er gegen Altersversorgung eintauscht.

bukeo hat geschrieben:
plaaloma hat geschrieben: Traditionen schafft man im Allgemeinen mit Gesetzen ab oder aendert sie. Genau dafuer sind Gesetze zu einem grossen Teil da.


wie willst du den per Gesetz ein Brautgeld abschaffen? Das kann per Gesetz verboten werden oder nicht, interessiert hier sicher keinen, die machen das dann halt nicht mehr öffentlich, sondern das würde dann zuhause innerhalb der Familie abgewickelt. Aber da kommt kein Verbotsgesetz, mit Sicherheit nicht.

:-P Es ist schwierig sich mit dir ueber Gesetze zu unterhalten, weil du die Einhaltung bei anderen forderst, es selbst aber nicht machst und du insbesonder die Gesetzsystematik nicht kennst!!
Natuerlich gibt es in D kein Gesetz, das direkt das zahlen von Brautgeld verbietet, aber ...

Bismarck hat den Erlass des Krankenversicherungsgesetz 1883 erwirkt. Auch da stand nicht drin, dass das Brautgeld abgeschafft wird. Sittenwidrigkeit ist eine Generalklausel des DeutschenRechtes (da faellt auch Wucher drunter :whistler: ). Das ...... ergibt sich aus einem Netzwerk von Regelungen, ganz oben angefangen mit der Verfassung (GG), ueber Strafrecht ....
Ich glaube, das ist auch so in der Thai-Verfassung zu finden. Was aber nicht heisst, es wird gelebt und/oder durchgesetzt.

bukeo hat geschrieben:
plaaloma hat geschrieben: In Deutschland ist die Erhebung eines Brautgeldes wegen der Freiheit der EheschlieĂźung sittenwidrig


wird trotzdem gemacht. Nur in Deutschland bei den Reichen, läuft das anders.

:? Ich kannte nur einen, dessen Eltern waren im Aufsichtsrat bei Siemens, die waren schon ganz schon reich, aber mit dem habe ich mich nicht ueber Brautgeld in D unterhalten.
Die Allgemeinheit der Falangs gehoeren wahrscheinlich auch nicht zu den Superreichen und die Familien der Braeute vermutlich auch nicht.

Bei uns (D) gab es nix in der Richtung. Bei der Scheidung dann aber der Versorgungsausgleich, wodurch die Alters-Versorgung der Frau (im Einzelfall auch des Mannes) sichergestellt ist.



bukeo hat geschrieben:
plaaloma hat geschrieben: Tradition in Thailand ist, dass die Soehne fuer den Unterhalt der Eltern aufkommen. Dafuer erben sie auch alles. ;-)


wenn sie es können - hier kann es keiner. Heiratet die Tochter einen reichen Thai und verlässt die armen Eltern, sorgt sie dafür, das entw. Brautgeld gezahlt wird, oder
eben monatliche Unterstützung. So gut wie keine Thai, lässt ihre Eltern verhungern. Nicht mal Gogogirls - die schicken regelmässig Gelder zu den Eltern, meist Isaan.

Sorry, das sind Einzelfaelle! Genau deswegen hat ja Bismarck die SozialGesetze eingefuehrt. Da werden dann solche "Ausfaelle" von der Gemeinschaft getragen.
Wegen diesem Mangel in der Tradition, kann man aber nicht den Falangs (und nur denen!!) eine angepasstes "traditionelles lex specialis" ueberstuelpen! :down:

Es ist eine ganz andere Frage, wenn (!) im Einzelfall die Mutter(oder auch der Vater) wirklich hilfebeduerftig ist.
Es darf aber nicht sein, das es Tradition wird, man sucht sich einen Falang und dann koennen alle davon leben.

bukeo hat geschrieben:
plaaloma hat geschrieben:Nach der Tradition "geht die Frau bei der Heirat zur Familie des Mannes". Der Mann versorgt seine Eltern und seine Familie. Wenn er dann (!) noch genuegend Geld hat, wird es seiner Grosszuegigkeit hoch angerechnet, wenn er der Familie der Frau auch etwas zukommen laesst.


natürlich, die Schwägerin meiner Frau (vom kleinsten Bruder und unser ehem. Hausmädchen/Shan) ist auch zum Schwager gezogen. Der Schwager hilft seiner Schwiegerfamilie nicht, sondern steckt sein Geld natürlich in seine Familie, Mutter und Kind. Sie macht das nun so, das sie Gelegenheitsjobs animmt, Reispflanzen, vor Kind, Hausmädchen bei uns - und das Geld schickt sie ihren Eltern, so um die 2000 Baht pro Monat. Ihre Schwester ebenso, somit haben die dann 4000 Baht im Monat und kommen auch über die Runden.

Meine Frau hat bis zum 25. Lebensjahr etwa 80 % ihres Einkommens den Eltern geschickt.
Ihr aeltester juengerer Bruder (den ich sehr schaetze) war 3 Jahre ohne Unterbrechung auf einem Fischkutter vor Indien. Nach der Rueckkehr hat er seiner Mutter 300.000 TB ueberreicht. Von dem Restgeld hat er geheiratet und Land gekauft. Die Mutter hat ein Tempelfest fuer 150 KTB veranstaltet mit der anderen Haelfte wurde das Haus fertig gestellt.
Die haben mehrere Gummi und Reisplantagen, die haben staendiges Einkommen und haben (Land)Vermoegen, ... mehr als ich. Trotzdem kommen alle zu mir zum leihen. :totlach:

Fortsetzung folgt

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#270 Re: Frauen-Gleichberechtigung/Rechte

Beitragvon bukeo » Mo 3. Mär 2014, 04:30

plaaloma hat geschrieben:Es hat absolut nichts mit Tradition zu tun, wenn die Mutter die lieber um den Hals traegt um ihre Feundinnen eifersuechtig zu machen.


hier bei uns ist es üblich, das man die Goldkette trägt, solange - bis man das Geld benötigt. Meist ist das dann ein Krankenhausaufenthalt o.dgl.
Also eine Art Sicherheit.


:-P Es ist schwierig sich mit dir ueber Gesetze zu unterhalten, weil du die Einhaltung bei anderen forderst, es selbst aber nicht machst und du insbesonder die Gesetzsystematik nicht kennst!!


ja, ich bleib dann lieber bei der Realität und nicht was ev. im Gesetzbuch steht. Du weisst ja - Prostitution gibt es in Thailand, ist verboten :totlach:


Es darf aber nicht sein, das es Tradition wird, man sucht sich einen Falang und dann koennen alle davon leben.


ich habe darüber schon mit einigen Thais gesprochen. Die Eltern erwarten schon, das der Farang hilft. Ansonsten sagen sie, hätte die Frau besser einen Thai geheiratet.
Vor allem im Isaan ist der Kontoauszug des Farangs wohl das erste - was man überprüft - bevor man ihn heiratet. Hier im Norden weniger. Meine zukünftige Schwiegertochter benötigt auch kein Sinsod, da sie selbst arbeitet und auch keine Eltern mehr hat.
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