Grundeinkommen für Schweizer

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#1 Grundeinkommen für Schweizer

Beitrag von bukeo » So 5. Jun 2016, 07:29

Als erstes Volk der Welt können die Schweizer an diesem Sonntag über die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens für jeden Einwohner entscheiden. Umfragen deuten allerdings darauf hin, dass die meisten der rund fünf Millionen Wahlberechtigten gegen eine entsprechende Volksinitiative stimmen wollen. Deutlich mehr als 70 Prozent wollen sie nach Einschätzung des Forschungsinstituts gfs.bern ablehnen.

Die Initiatoren würden allerdings nach eigenen Angaben selbst eine Zustimmung von nur 20 Prozent bei dem seit langem in der Schweiz und auch in Deutschland heftig debattierten Thema als Erfolg werten. «Wir wollten mit dem Referendum ein Signal setzen, die Debatten über das Thema Grundeinkommen werden in den nächsten Jahren auf alle Fälle weitergehen», sagte Mitinitiator Philip Kovce der Deutschen Presse-Agentur im Basler Hauptquartier der Initiative.

Die Schweizer sind außerdem zur Abstimmung über eine Gesetzesreform aufgerufen, mit der eine Beschleunigung der Asylverfahren erreicht werden soll. Dabei zeichnet sich laut Umfragen eine Zustimmung ab. Knapp angenommen werden könnte außerdem eine Initiative, mit der staatseigene Unternehmen wie die Post oder die Bahn verpflichtet werden sollen, Bürgerinteressen vor das Streben nach Profit zu stellen. Sollte der Vorschlag durchkommen, dürften Spitzenmanager solcher Unternehmen nicht mehr höher entlohnt werden als Regierungsmitglieder. Zudem stimmen die Eidgenossen über eine Neustrukturierung der Straßenbaufinanzierung und neue Regeln für die Präimplantationsdiagnostik ab.

Als das mit Abstand am heftigste debattierte Thema ragte die Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommens aus der mehrwöchigen Referendumskampagne heraus. Jeder Erwachsene soll nach den Vorstellungen der Initiatoren 2500 und jedes Kind 625 Franken pro Monat bekommen - derzeit sind das umgerechnet rund 2260 sowie 565 Euro. Im Gegenzug würden Arbeitslosengeld, Sozialhilfe und Renten wegfallen.

Gegner einer solchen Grundabsicherung für jedermann halten sie für nicht finanzierbar. Sie warnen vor dann angeblich notwendigen erheblichen Steuererhöhungen. Angesichts der Schweizer Volksabstimmung sind auch in Deutschland Rufe nach einem bedingungslosen Grundeinkommen vom Staat lauter geworden. Die Debatte hierüber werde dauerhaft bleiben, «bis sich die Idee des Grundeinkommens durchgesetzt hat, und die Skeptiker auch zustimmen können», sagte Linke-Chefin Katja Kipping der «Huffington Post».

Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele forderte seine Partei in der Online-Zeitung dazu auf, das Grundeinkommen zum zentralen Thema für die Bundestagswahl 2017 zu machen. Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) hingegen hält ein bedingungsloses Grundeinkommen für einen «großen Irrweg». «Wenn jeder unabhängig von seiner Leistung und Bedürftigkeit erst einmal 1000 Euro im Monat bekäme, würden Solidaritätsgedanke und Leistungsprinzip auf Dauer außer Kraft gesetzt», sagte sie der «Passauer Neuen Presse» (Samstag).

Bei den Linken und den Grünen gibt es seit Jahren Fürsprecher für die Reform, aber auch entschiedene Gegner. Zuletzt hatte sich auf dem Linken-Parteitag in Magdeburg gezeigt, dass viele sich ein Eintreten ihrer Partei für das Grundeinkommen wünschen. Co-Parteichef Bernd Riexinger zählt indes zu den Gegnern. Im politischen Spektrum insgesamt wäre das Vorhaben auf absehbare Zeit wohl kaum durchsetzbar.

http://der-farang.com/de/pages/schweize ... deinkommen


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#2 Re: Grundeinkommen für Schweizer

Beitrag von berndgrimm » So 5. Jun 2016, 11:31

Es ist ein philosophisches und volkswirtschaftliches Sandkastenspiel
welches so nie Wirklichkeit werden wird.
Es ist nicht zu finanzieren weil die Schichten die davon profitieren sollen
es auch selbst bezahlen muessen.
Da keine Regierung eine effektive Steuerpolitik macht die eine Umverteilung
von Reich zu Arm ermoeglicht, wird die Schere zwischen Arm und Reich
immer groesser , auch mit einem garantierten Mindesteinkommen.
Ich halte es in der Praxis fuer undurchfuerbar und bin auch dagegen
weil es das Leistungsprinzip ad absurdum fuehrt.
Wir brauchen nicht noch mehr brotlose Philosophen und Germanisten
oder Kulturattachees.
Faule Gammler gibt es in der Gesellschaft genug.
Wer ein bedingungsloses Einkommen ohne Leistung haben will
soll Beamter werden, am besten im Diplomatischen Dienst.

Solange Einkommen aus Arbeit oder praktischer Geschaftstaetigkeit
hoeher besteuert wird als spekulatives Einkommen und Windfall Profits
wird diese Gesellschaft eh auf den Kopf gestellt!
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#3 Re: Grundeinkommen für Schweizer

Beitrag von thai.fun » So 5. Jun 2016, 11:55

Es ist gerade 5min vor den ersten Hochrechnungen zu den Wahlen ... melde mich später wieder ... ich erwarte keine grosse Würfe ...
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#4 Re: Grundeinkommen für Schweizer

Beitrag von berndgrimm » So 5. Jun 2016, 15:43

thai.fun hat geschrieben: ich erwarte keine grosse Würfe ...
22% dafuer.
Es gibt schon viel zuviele welche ohne eigene Leistung
Geld bekommen.Oft ein Vielfaches der 2500Franken..
Nur fuer Alle geht sowas natuerlich nicht.
Vielleicht spaeter einmal mit einer Weltregierung....
und natuerlich wenn Alle Arbeitslos sind....
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#5 Re: Grundeinkommen für Schweizer

Beitrag von thai.fun » So 5. Jun 2016, 16:23

berndgrimm » 05 Jun 2016, 16:43 hat geschrieben: Vielleicht spaeter einmal mit einer Weltregierung....
und natuerlich wenn Alle Arbeitslos sind....
Wenn man alle Schwarzgelder der Menschheit die irgendwo herumschwirren richtig investieren würde, gäbe es nie/irgendwo "Arbeitslose" somit auch keine Armen ...
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#6 Re: Grundeinkommen für Schweizer

Beitrag von bukeo » Do 9. Jun 2016, 07:10

wenn die Schweizer mal was haben, geben sie es ungern wieder her.
Benötigen die ev. die Gelder für das Grundeinkommen der Schweizer? :grin:

http://www.nzz.ch/international/nahost- ... n-ld.87346
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#7 Re: Grundeinkommen für Schweizer

Beitrag von thai.fun » Do 9. Jun 2016, 11:21

... umgekehrt, wir geben denen so wenig zurück weil das Grundeinkommen nicht kommt. Also brauchen die Tunesier auch nichts, oder so!?
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#8 Re: Grundeinkommen für Schweizer

Beitrag von bukeo » Fr 27. Jan 2017, 13:44

wusste ich auch nicht - die Schweiz hat eine Hochsee-Flotte...... :grin:

Die Schweiz versenkt Millionen mit ihrer Hochseeflotte

Seit Jahren leistet sich die Binnennation Schweiz eine eigene Hochseeflotte. Nun will der Bundesrat zwei Dutzend Schiffe verkaufen – es droht ein Verlust in dreistelliger Millionenhöhe.

http://www.handelszeitung.ch/politik/di ... te-1327445
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#9 Re: Grundeinkommen für Schweizer

Beitrag von thai.fun » Sa 28. Jan 2017, 12:53

Doch doch, dass war schon vor dem zweiten WK so. Da zogen die Schweizer "Seemänner" von Basel her mit Kuttern in die große Welt. Und wie die Schweizer so sind, halt auch da geschäftig, tüchtig und erfolgreich. Bis heute, wo die Global-Stürmer denen Populi bieten, oder so ...
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