Wer hat den Regen geklaut?oder ist die Dürre selbstgemacht?

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#1 Wer hat den Regen geklaut?oder ist die Dürre selbstgemacht?

Beitragvon plaaloma » Do 6. Feb 2014, 07:40


Ich habe mich schon oefters ueber solche Meldungen gewundert.

Die Wasserstände der Flüsse in den Provinzen Nakhon Ratchasima (Korat) und Phitsanulok sind deutlich zurückgegangen, mit der unverkennbaren Aussicht einer drohenden Dürreperiode. Farmer außerhalb der Bewässerungszonen wurden jetzt schon angewiesen keinen weiteren Reis anzubauen.

Der Wasserpiegel in den Flüssen Lam Mun und Lam Chakaraj, die durch den Bezirk Pimai fließen, sind bis zu einem Punkt gesunken, dass Menschen die Flüsse an einigen Stellen zu Fuß überqueren können.

Der Staudamm Thung Samrit flussaufwärts des Lam Mun ist auch sehr gering, so dass alle sechs Wassertore geschlossen werden mussten, um das vorhandene Wasser für die kommende Trockenzeit in diesem Jahr zu speichern.


In Phitsanulok der Yom Fluss und
in Nakhon Ratchasima (Korat) der Lam Mun und Lam Chakaraj

Gibt es noch andere Regionen?

Hier noch einige Internationale Meldungen:

2010
:eek:

:? So richtig verstehe ich nicht, was das fuer Meldungen sind!?
In Phitsanulok hat es jaehrlich ueber 1300 mm Niederschlag , in Nakhon Ratchasima (Korat) 1040, .. das sollte eigentlich ausreichen!?

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#2 Re: Wer hat den Regen geklaut?oder ist die Dürre selbstgemac

Beitragvon plaaloma » Do 6. Feb 2014, 08:39

Ursprung des Threads siehe hier: http://www.nittaya.at/viewtopic.php?f=12&t=1810&p=69988#p69186

Hier Infos zu den beiden Fluessen:
Yom Einzugsgebiet:23.616 km²
Mun Einzugsgebiet:69.700 km²

Der Mun ist etwa 673 km lang. Im Mittel verteilt sich sein Einzugsgebiet auf etwa 50 km auf beiden Uferseiten (Wahrscheinlich ist es im Muendungsbereich etwas mehr).

Es waere jetzt interessant zu wissen, wo zB beim Mun die Duerre-Zonen sind.

Was ich auch nicht finde, ist der Staudamm Thung Samrit flussaufwärts des Mun

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#3 Re: Wer hat den Regen geklaut?oder ist die Dürre selbstgemac

Beitragvon plaaloma » Do 6. Feb 2014, 12:47

Ob das stimmt was ich hier schreibe, sollte man Fachleute fragen. Ich habe nur Naturgesetze beruecksichtigt und logische Schluesse gezogen.

Frueher gab es in den Ebenen viele Baeume, viele Elefanten, ....
... etwas weniger frueher, waren die Berge noch gut bewaldet.

DuerreEndeRZ.jpg


Die Wurzeln in den Berghaengen hielten das Wasser wie in einem Schwamm fest.
Mit dem Grundwasser konnten die Felder bewaessert werden.

Der Grundwasserspiegel "sinkt" , wird aber zeitgleich aus dem Regenwasserspeicher-"Berg" nachgefuellt.

Gleichzeitig entwaessert der Fluss seinen Einzugsbereich. Das heisst er entzieht in einer gewissen Geschwindigkeit dem Grundwasser eine bestimmte Menge und transportiert es Richtung Meer.

Die Pflanzen verbrauchen Wasser, es verdunstet einiges, das meiste Wasser versickert, aber es wird auch immer in Richtung Fluss abgeleitet.

Irgendwann wird man auch anfangen, aus den Daemmen Wasser in das System zu bringen. Durch Stromerzeugung wird vermutlich das ganze Jahr etwas kommen.
Meiner Ansicht nach waere es sinnvoll, das Damm-Wasser an der Bergkannte (von oben) einzuleiten (nicht in den Fluss), aehnlich den vielen "waagrechten" Quer-klongs in Zentral-TH.
Diese Quer-Klongs (in ZTH) haben vermutlich auch den Zweck, das oben vom Fluss entzogene Wasser, gleich wieder tief ins Land zubringen und (auch)dem Grundwasser dort zuzufuehren. Es wird natuerlich auch zur Bewaesserung benutzt.
Im Idealfall geht das Wasser zu Ende, kurz vor Beginn der Regenzeit, wenn die 2. Ernte am Reifen ist.
Mit Beginn der Regenzeit sind alle "Puffer" leer, und werden zunaechst gefuellt, wenn es zu heftigen Regenfaellen kommt, wodurch viel, viel weniger in den Fluessen ankommt und es werden kaum noch Hochwasser-WELLEN entstehen.
Ff
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#4 Re: Wer hat den Regen geklaut?oder ist die Dürre selbstgemac

Beitragvon plaaloma » Do 6. Feb 2014, 23:43

:?
DuerreUnbewaldet.jpg

Es wurde immer mehr Land kultiviert. Auch in den Hanglagen der Berge. Dafuer mussten Baeume weichen.

Die neuen Felder waren wie die alten "versiegelte" Flaechen, wenn es abfing zu regnen, buendelte sich das Wasser und schoss in einer Flutwelle in die Flusstaeler.
Das Wasser hatte keine Zeit zu versickern, es haette sich in den Hoehe auch nicht halten koennen, da die Baumwurzeln fehlten.
Am Ende der Regenzeit hatte man nur das Grundwasser in der Ebene und eventuell Wasser in Staudaemmen.

Der vorhandene Grundwasserspiegel sank natuerlich sehr schnell.
Auch wenn Wasser aus den Daemmen zugefuehrt wurde, reichte es meist nicht mehr fuer eine zweite Ernte, in den Hanglagen sowieso nicht.

Das Wasser, welches der Fluss entwaesserte, blieb mengenmaessig gleich, aber die Verdunstungsflaeche stieg stark an, :? was vermutlich auch leichte Auswirkungen auf das Klima hatte.
Richtig gute Ernten hatte es nur im Einzugsbereich der Fluesse, diese Ernten wurden aber mehr und mehr durch Hochwasser-Flutwellen bedroht/vernichtet.

Siehe auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Grundwasser
Wobei das Entscheidente eigentlich in dieser Aussage zusammengefasst wird:
Grundwasser wird ...definiert als
unterirdisches Wasser, das die Hohlräume der Erdrinde zusammenhängend ausfüllt und dessen Bewegung ausschließlich oder nahezu ausschließlich von der Schwerkraft und den durch die Bewegung selbst ausgelösten Reibungskräften bestimmt wird.
http://de.wikipedia.org/wiki/Grundwasser#Grundlagen_und_Begriffsbestimmung

Neben dem Grundwasser spielen Kapillareffekte noch eine gewisse Rolle.
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#5 Re: Wer hat den Regen geklaut?oder ist die Dürre selbstgemac

Beitragvon plaaloma » Fr 7. Feb 2014, 03:59

Dadurch, dass der Regen in der Regenzeit nicht auf den Feldern stehen bleibt und dort versickern kann, sinkt der Grundwasserspiegel.

DuerreGWS gesenkt.jpg


Dadurch verringert sich natuerlich die verfuegbare Wassermenge erheblich.

Dadurch koennte auch die Trinkwasserversorgung der Bevoelkerung zeitweise in Gefahr kommen.

Aber es wird auch eine Hochwassergefahr bestehen bleiben mit der die Ernte verdorben werden kann.

Hier schonmal Infos zumHochwasser mit weiterfuehrenden Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hochwasser

Und hier auch noch mal der Mekong:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mekong
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#6 Re: Wer hat den Regen geklaut?oder ist die Dürre selbstgemac

Beitragvon plaaloma » Fr 7. Feb 2014, 05:44

Hier ein aktuelles Bild vom Fluss Yom:
http://www.wochenblitz.com/images/stories/Nachrichten/2014/2014.02/06/BKK-Fluesse-trocknen-aus.jpg

So wie das aussieht, wurde -wahrscheinlich sogar in letzter Zeit (350MrdTB?)- das Flussbett tiefer ausgebaggert und die Ufer befestigt.

Im Prinzip keine schlechte Idee, da dadurch in der Regenzeit Hochwasser-Flutwellen besser bewaeltigt werden koennen. Im Schitt wird einfach weniger Wasser ueber die Ufer treten.

ABER:

DuerreFluss gesenkt.jpg


... wenn der Fluss wird auch nach der Regenzeit viel mehr Wasser aus dem Grundwasserbereich ziehen, wodurch der Grundwasserspiel drastisch faellt.

DuerreTZ.jpg

Das waere dann die Duerre!

Jetzt kommt nur noch Wasser aus dem Bewaesserungssystem.
Alles, was davon versickert, wird vom Fluss wieder abgesaugt, der selbst immer "duenner" wird, jetzt werden auch viele Gemeinden Not haben, genuegend Wasser bereitzustellen.

Es gibt in der Regel unter dem Grundwasser eine(/weitere) Wasserfuehrende Schichten, die ueber Tiefenbrunnen genutzt werden koennen, ... was aber (auch vorher) schon andere Probleme verursachen kann.

Fortsetzung (Problemloesung/Ursachenbeseitigung ) folgt.
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#7 Re: Wer hat den Regen geklaut?oder ist die Dürre selbstgemac

Beitragvon plaaloma » Fr 7. Feb 2014, 07:38

Schaut man sich die Fluesse bei google-maps an, bestehen diese aus unendlich vielen Windungen. Es besteht natuerlich die Moeglichkeit, hier wurde auch noch begradigt.
Dadurch wird die Abflussgeschwindigkeit beschleunigt.

Es sollte eigentlich fuer solche Massnahmen eine Umweltvertraeglichkeitspruefung (UVP) geben!? So was wird aber leider oft unter den Tisch gekehrt.
In D gibt es nicht umsonst so etwas wie eine Grundwasserverordnung.

Wenn es so ist, wie ich, wurden durch die Tieferlegung die betroffenen Reisanbaugebiete trockengelegt.

Ich denke, das war Y mit ihrem 350Mrd-Sofortprogramm.

Die Loesung, ... da muessen Wehre rein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Wehr_(Wasserbau)

Wenn da schon welche sind, dann muessen mehr, hoehere rein.

Man sollte gleich ueberlegen, ob man nicht auch Schleusen einbaut und damit den Fluss schiffbar macht!
http://de.wikipedia.org/wiki/Schleuse
Das wird natuerlich nicht billig, aber gerade ueber den Verkehr an den Schleusen koennte man einiges finanzieren.

Wenn man die Schiffbarmachung des Mekongs dazu nimmt, denke ich, es wird zwar ein grosses Projekt, aber die Finanzierung wird um so leichter. :grin:

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#8 Re: Wer hat den Regen geklaut?oder ist die Dürre selbstgemac

Beitragvon plaaloma » Fr 7. Feb 2014, 12:47

Der Wasserpegel in den Flüssen Lam Mun und Lam Chakaraj, die durch den Bezirk Pimai fließen, sind bis zu einem Punkt gesunken, dass Menschen die Flüsse an einigen Stellen zu Fuß überqueren können.
Der Staudamm Thung Samrit flussaufwärts des Lam Mun ist auch sehr gering, so dass alle sechs Wassertore geschlossen werden mussten, um das vorhandene Wasser für die kommende Trockenzeit in diesem Jahr zu speichern.
Allerdings sagte Chidchanok Somprasert, Direktor des Bewässerungs-Amtes in Nakhon Ratchasima, dass die Wasservorräte in den fünf Sammelbecken immer noch hoch seien und zu mehr als 90% ausgelastet sind. Er ist deshalb zuversichtlich, dass dies für den lokalen Verbrauch ausreichen würde, aber bei landwirtschaftlichen Flächen muss gespart werden.
Am 20. Februar soll aus dem Lam Phra Pleng Reservoir Wasser für die Landwirte in der näheren Umgebung für eine Gesamtanbaufläche von 40.000 Rai abgelassen werden. Dies sei aber nur die Hälfte des Farmlandes. In nicht bewässerten Flächen des Bezirks Pimai wurden die Bauern gebeten, keinen zweiten Reisanbau zu machen, damit sie ihr Geld nicht verlieren, sagte Herr Chidchanok.http://www.wochenblitz.com/nachrichten/48204-fluesse-trocknen-aus.html#contenttxt

:? Ich denke fuer diese Saison ist das gelaufen.
Bei der angespannten Haushaltssituation wird auch die naechsten Jahre etwas vernueftiges nicht machbar sein.
Es sein denn, die Super-Takki-Gedaechtnis-Bahn wird gecaencelt! :zustimm:

:idea: Die Kamnans/PhuYais koennten Betonsaeulen-Reste in den Flussboden stampfen lassen*, ...(?) 2-3 Meter Abstand , dahinter (Oberlauf) alte Saeulen liegend anstapeln und dahinder Sandsaecke.
Der Rueckstau wuerde auch das Grundwasser entsprechend zurueck halten.
Von da koennte man auch wieder Wasser in die Felder pumpen.

Mit einsetzendem Regen muessten die Quer-Saeulen und die Sandsaecke wieder verschwinden. :?: Das koennte vermutlich auch schon mit Fruchtreife auf den Feldern erfolgen!?
Der Abstand zwischen den "Wehren" ist von der moeglichen Stauhoehe (!!Druck) und von dem Gefaelle abhaengig.


*die Schicht ueber der naechsten wasserfuehrenden Schicht darf dabei nicht durchstossen werden

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#9 Re: Wer hat den Regen geklaut?oder ist die Dürre selbstgemac

Beitragvon plaaloma » Fr 7. Feb 2014, 23:59

Ich habe mir jetzt mal angeschaut, wann es im Isaan wieviel regnet.
So wie es aussieht, koennte meist schon im Oktober begonnen werden, das Wasser zu stauen.

... und dann ab April vor Regenbeginn auf.

Das gilt auch fuer Nebenfluesse, Baeche. Je mehr Wasser , moeglichst weit oben zurueckgehalten werden kann, um so weniger wird die Duerre zum Problem.

Es gibt ueberall die Kamnans/PhuuYais und es auch irgendwelche Wasserbehoerden, auch wird irgendwie das Wasser verteilt (Wer??)!?
Es muesste ueberregional einen Verantwortlichen "Grundwasser/Wasser-Beauftragten" geben, der auch Weisungsbefugnisse hat.

Diese Karte passt dazu:
http://en.wikipedia.org/wiki/File:Munrivermap.jpg
Fuer den gesamten hellgruenen Bereich sollte es einen "Beauftragten" geben, dann einen fuer den Einzugs-Bereich-Mun und einen fuer den Chi, dann fuer jeden groesseren Nebenfluss.

Ein gestecktes Ziel koennte zB sein, dass an den Wehren (gross oder klein) kein Wasser ueberlaeuft. Es sollte versucht werden, es Querkanaele wieder ins Land zu bringen, wo es versickern oder zur Bewaesserung benutzt wird. Pumpen (Wind, Solar, ...) koennten das Wasser sogar in hoeher gelegene Gebiete zurueckbringen.

Da gibt es natuerlich schon vieles! Aber das muss "vertausendfacht" werden.

Es muss irgendwie in ganz TH in Fleisch und Blut uebergehen: das ist unser Wasser! Jeder kann und muss etwas dazu beitragen, auch wenn man es nicht direkt sieht, es kommt aber auch immer wieder was zurueck. ;-)

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#10 Re: Wer hat den Regen geklaut?oder ist die Dürre selbstgemac

Beitragvon plaaloma » Sa 8. Feb 2014, 02:53

:lol:
Mir war aber schon klar, dass jetzt die Forenstresser/ThakkiPropaganda kommt um den(/die) Schuldigen an der Trockenlegung des Isaans zu verbergen

Wehr1.jpg

Dieses Wehr ist hier in der Stadt. Da es da oberhalb keinen Schiffsverkehr gibt, ist auch das nur zur Anhebung des Grundwasserspiegels da.

So sieht es im Oberlauf des Wehres aus:
Wehr2.jpg

Der hohe Wasserstand haelt das Grundwasser im Gelaende zurueck!
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